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Auslandsaktien: beliebtes Facebook


17.05.2012
Deutsche Börse AG

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Hängepartie in Griechenland hält die Aktienbörsen rund um den Globus in Atem, berichtet die Deutsche Börse AG.

"Die Frage, ob die Hellenen im Euroraum bleiben, hat derzeit auch einen großen Einfluss auf die Entwicklungen etwa an den asiatischen Märkten", meine Walter Vorhauser von der Close Brothers Seydler Bank. Zudem hätten eigene Sorgen wie die Abschwächung des chinesischen Wirtschaftswachstums auf die Anlegerstimmung gedrückt. Am gestrigen Mittwoch habe der Hang Seng (ISIN HK0000004322 / WKN 145733) mit 600 Punkten seinen größten Tagesverlust seit sechs Wochen hinnehmen müssen. Seit Monatsbeginn stehe der Hongkonger Leitindex rund 10 Prozent im Minus.

"Die unsichere Großwetterlage bremst zudem das hiesige Interesse an Auslandsaktien", meine Roland Stadler von der Baader Bank. Am schwächeren Euro um die 1,27 gegenüber dem US-Dollar könne man das schwindende Vertrauen der Investoren in die Eurozone ablesen.

Dabei habe etwa der viertwärmste Frühling in der Geschichte der USA Home Depot (ISIN US4370761029 / WKN 866953) im ersten Quartal überdurchschnittlich gute Geschäfte mit Blumen, Gartenprodukten und Baumaterialien beschert. "Mit plus 6,7 Prozent und deutlich mehr Home Depot-Kunden überstieg das durchschnittliche Einkaufsvolumen die 900 US-Dollar-Marke pro Besuch", wisse Vorhauser. Hinter dem schwächeren Kurs nach Veröffentlichung der Zahlen vermute er Gewinnmitnahmen. Seit Mitte August 2011 habe sich der Kurs von knapp 20 Euro auf zwischenzeitlich über 40 Euro mehr als verdoppelt. Derzeit notiere die Aktie bei rund 38 Euro.


Die weltgrößte Baumarktkette profitiere vom zurückgekehrten Verbrauchervertrauen, wie der Händler beobachte. Die Stimmung, die der Sentimentibarometer von Wells Fargo (ISIN US9497461015 / WKN 857949) widerspiegle, lasse auf eine Erholung im Bausektor hoffen. "Der recht zuverlässige Indikator erreichte in dieser Woche den höchsten Stand seit Mai 2007." Mit 16 Milliarden US-Dollar sei Home Depot ein Umsatzplus von 5,9 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode gelungen. Beim Gewinn stehe ein Zuwachs von 27,5 Prozent auf 1,04 Milliarden US-Dollar zu Buche. Für das laufende Jahr rechne Home Depot nun mit einem angehobenen Umsatzwachstum von 4,6 Prozent, bisher sollten es plus 4 Prozent sein.

Insbesondere der steigende Wohlstand in der Region Asien-Pazifik habe bei den Aktionären von Richemont (ISIN CH0045039655 / WKN A0Q9J3) für zufriedene Gesichter gesorgt. Der Schweizer Luxusgüterkonzern schütte für das Geschäftsjahr 2011 eine 22 Prozent höhere Dividende von 0,55 Franken aus. Mit Edelschmuck etwa von Cartier und Luxusuhren der Marken IWC und Jaeger-LeCoultre habe Richemont einen Rekordgewinn von plus 43 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro für das Geschäftsjahr 2011 eingefahren. "Das Unternehmen konnte beispielsweise die höheren Rohstoffkosten auf die Produktpreise problemlos umlegen", begründe Stadler. Das sei im mittleren und unteren Segment nicht so einfach.

"Mittlerweile macht das Asiengeschäft 42 Prozent der Richemont-Gruppenumsätze aus." Von diesem Boom profitiere die gesamte Branche. Denn auch LVMH (ISIN FR0000121014 / WKN 853292) weise ein deutliches Umsatzplus im ersten Quartal aus und der Handtaschenhersteller Hermès (ISIN FR0000052292 / WKN 886670) gebe zudem sich optimistisch. Der Uhrenproduzent Swatch (ISIN CH0012255151 / WKN 865126) halte gar dieses Jahr zweistellige Wachstumsraten für möglich.

Der Börsengang von Facebook laufe über Erwarten gut. "Aufgrund der hohen Nachfrage hat das weltweit größte soziale Netzwerk sowohl die Anzahl der Aktien als auch die Preisspanne für eine Aktie erhöht", berichte Stadler. Statt der anfangs vorgesehenen 28 bis 35 US-Dollar solle einer der 421 Millionen Unternehmensanteile nun zwischen 34 und 38 US-Dollar kosten. "Der endgültige Ausgabepreis wird vermutlich noch heute bekannt gegeben." Ab dem morgigen Freitag sei der Börsengang an der New Yorker Technologiebörse NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271 / WKN 969427) vorgesehen. Ab der ersten Preisfeststellung könne die Facebook-Aktie auch in Frankfurt gehandelt werden.

Mit geringer als erwarteten Verlusten sei SINA (ISIN KYG814771047 / WKN 929917) ins neue Jahr gestartet. Für das erste Quartal verbuche das führende chinesische Internetportal mit seinen Diensten sina.com, Sina Mobile, Sina Online und Sina Net ein Minus in Höhe von 13,7 Millionen US-Dollar von zuvor 15 Millionen US-Dollar. Bei den Werbeeinnahmen, dem Hauptgeschäft des Konzerns, habe SINA von 72,3 auf 78,5 Millionen US-Dollar zulegen können. Insgesamt stehe ein Umsatz von 106,2 Millionen US-Dollar zu Buche. Für das Gesamtjahr erwarte SINA eine schwächere Gewinnmarge. "Zusätzliche Kosten für Sina Weibo, dem chinesischen Microblogging-Dienst belasten die Zahlen." Mit über 300 Millionen Konten habe Weibo mittlerweile das international aufgestellte Twitter überholt.

Mit Veröffentlichung der Ergebnisse sei die SINA-Aktie zunächst kräftig um 10 Prozent auf zwischenzeitlich 46,60 Euro gestiegen, wie Vorhauser berichte. Hinter dieser Entwicklung vermute der Händler eine Gegenreaktion der deutlichen Verkäufe seit Mitte März, durch die der Kurs um insgesamt 50 Prozent eingebrochen sei. (17.05.2012/ac/a/m)


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