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Siltronic zeichnen wenig attraktiv


24.03.2004
ExtraChancen

Die Experten von "ExtraChancen" halten das Zeichnen der Aktie von Siltronic (ISIN DE0007751307 / WKN 775130) für wenig attraktiv.

Mit der Spezialisierung auf so genannte "Wafer" positioniere sich Siltronic im Halbleitermarkt. Die Siliziumscheiben seien die Grundlage für die Produktion von Halbleiterchips, die in Anwendungen des täglichen Lebens (u.a. Computer, Handy, Digitalkamera) eingesetzt würden.

Obwohl das Unternehmen gemeinsam mit zwei japanischen Wettbewerbern über einen technologischen Wettbewerbsvorteil in der Branche verfüge, sei die Krise der Halbleiterindustrie auch an Siltronic nicht spurlos vorüber gegangenen. Mit einem konsequenten Restrukturierungsprogramm, das auch vor den Vorstandsgehältern nicht halt gemacht habe, sei die Krise gemeistert worden.

Allerdings würden immer noch rote Zahlen geschrieben und erst für das zweite Halbjahr 2004 werde mit der Rückkehr in die Gewinnzone gerechnet. Eine nachhaltige und deutliche Ergebnisverbesserung werde dann für 2005 prognostiziert.


Gleichzeitig habe Siltronics aber auch eine beachtliche technologische Leistung geschafft. Als inzwischen weltweit drittgrößter Waferhersteller habe sich die Gesellschaft eine ausgezeichnete Wettbewerbsposition speziell im Bereich der 300-mm-Wafer aufgebaut. Durch den Einsatz der 300mm-Scheiben würden die Chip-Hersteller Kostenvorteile von 35 bis 50% pro Bauelement realisieren. Entsprechend würden die größeren Wafer doppelt so hohe Absatzpreise je Quadratzentimeter erzielen, und das annähernd stabil über längere Zeiträume.

Bei diesem Wachstumstreiber der kommenden Jahre seien die Weichen auf eine Massenproduktion gestellt worden. Mit den Mitteln aus dem Börsengang wolle sich das Unternehmen die notwendigen Mittel zur Stärkung dieser Wettbewerbsposition erschließen, denn aktuell sorge dieser Bereich erst für 9% des Umsatzes bei Siltronic. Dieser Anteil solle bis 2006 auf 25% steigen. Damit dürfte dann eine begrenzte Abkopplung von dem sogenannten "Schweinezyklus" in der Branche erreicht werden, hoffe man bei Siltronic.

Ob das gelinge bleibe aber fraglich, denn auch bei dieser Produktreihe würden auf mittlere Sicht die Gesetze des Marktes Einzug halten. Neben den klassischen Problemen des zyklischen Halbleitergeschäftes habe Siltronic mit Preisrisiken und der Wechselkursentwicklung des Euros zum Dollar und Yen zu kämpfen. Daneben gebe es noch Umwelt-, Produkthaftungs- und Patentrisiken.

Da für die Bewertung des Unternehmens schon auf die Planung für 2005 abgestellt werde, würden Zeichner die Aktie bereits jetzt mit einem deutlichen Vorlauf in dem aktuellen Chip-Zyklus - vielleicht sogar zu Höchstpreisen erwerben!

Da die Muttergesellschaft, Wacker-Chemie, auch noch "Kasse machen" will und aus einem Anteil vor IPO von 90% langfristig eine Minderheitsbeteiligung anstrebt, erscheint den Experten von "ExtraChancen" das Zeichnen der Siltronic-Aktie - die Frist läuft noch bis kommenden Donnerstag - wenig attraktiv. Am Freitag den 26.März solle Siltronic erstmals an der Börse gehandelt werden.


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